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Dresdnerstraße: Über die mobile Gruppe

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Das Angebot der Mobilen Gruppe besteht seit September 1996. Es ist eine Gruppe für 6 KlientInnen mit einem Betreuer. Mittlerweile haben wir auch ein Auto, das bei den Arbeitseinsätzen für alle Personen genug Platz bietet.

 
Die mobile Gruppe vor ihrem Einsatzwagen
Die mobile Gruppe vor ihrem Einsatzwagen
 

Anfangs sollte die Gruppe Transport- und Montagearbeiten für die Wohnhäuser und Werkstätten übernehmen, also die Hälfte ihrer Tätigkeiten außerhalb der Werkstatt erledigen. Im Lauf der Jahre kamen immer mehr Privataufträge dazu; mittlerweile machen diese Aufträge bis zu 50% unserer Arbeit aus. Wir sind nur einen einzigen Tag der Woche in der Werkstatt – das ist dann sozusagen der „Dienst an der Gemeinschaft“. Die KlientInnen arbeiten dann z.B. beim Küchendienst mit und für mich als Betreuer braucht es diesen Tag auch, um alle administrativen Tätigkeiten zu erledigen.

Mobile Gruppe beim Arbeitseinsatz
Mobile Gruppe beim Arbeitseinsatz
 
 

Unsere Tätigkeiten reichen von Übersiedlungen, Entrümpelungen, diversen Transporten bis hin zu Möbelkauf und Möbelmontage. Die Aufträge, die wir für Privatpersonen erfüllen, sind für die Gruppe sehr gut. Zum einen, weil hier die Arbeiten im sozusagen „ungeschützten Raum“ zu tun sind, was die Gruppe sehr fordert. Zum anderen findet hier Integration statt, wie es besser nicht denkbar wäre. Oft kommen Privatpersonen hier erstmals mit Menschen mit Behinderungen in Kontakt, was für beide Seiten meist eine gute Erfahrung darstellt. Wir haben mit diesen Außenaufträgen sehr gute Erfahrungen gemacht. Der Großteil der Personen, die uns anfordern, ist mit unserer Arbeit zufrieden und meist sehr überrascht von der Leistungsfähigkeit der Gruppe. Wir werden über Mundpropaganda weiterempfohlen, man findet uns auch im Internet und zu Spitzenzeiten sind wir auch schon mal 3 Monate im Vorhinein ausgebucht.

Die Gruppe ist ein Team, das gerne und viel arbeitet, was für diese Tätigkeiten auch wichtig ist, weil man ordentlich zupacken muss. Die Selbständigkeit, die die Leute in der Gruppe im Laufe der Jahre erlangt haben, ist mehr als toll. Es gibt mittlerweile viele Tätigkeiten, wo sie von selbst wissen, was zu tun ist – vor allem bei Räumungsarbeiten von Dachböden und Kellern. Das Zerlegen von Entrümpelungsware hat überhaupt scheint es, eine „eigene Magie“, es wird von allen besonders geliebt.

Ein tolles Team, mit dem es Freude macht, zu arbeiten!

Jörg Stöckl
Betreuer der Mobilen Gruppe

 

Thomas Proske
Thomas Proske
 

Thomas Proske über seine Arbeit bei der mobilen Gruppe:

"Ich baue sehr gerne Möbel zusammen und messe gerne mit dem Zentimeter aus – wenn es heißt „Thomas, halt an!“, dann bin ich schon beim Abmessen.

Ich lerne auch, mit dem Zurrgurt umzugehen, den braucht man zum Beispiel, um ein Bett für den Transport zu befestigen. Ich trage auch gerne Schachteln. Wenn es keinen Lift gibt, das macht mir nichts. Ich singe und pfeife beim Rauftragen. Der Markus sagt dann immer: “Hast ein Pfeiferl geschluckt?!“, weil er meint, ich pfeife wie ein Schiedsrichter.

Auch Botenfahrten erledige ich gerne. Im Sommer machen wir immer gemeinsam mit anderen Werkstätten einen Auftrag für das Ministerium. Da werden Schüleranträge in Schachteln gepackt – Gelbe, rosa und grüne Zettel, die abgezählt werden müssen und dann auf einer Maschine gebündelt, das macht der Markus. Das mache ich nicht so gerne, ich fahre auch nicht gerne zum Metro einkaufen.

Ich bin immer schon als erster um halb 8.00 Uhr da und helfe beim Frühdienst. Da räume ich den Geschirrspüler aus und koche Kaffee. Ich bin ein Frühaufsteher."

 

Günther Dohnal
Günther Dohnal
 

Günther Dohnal über seine Arbeit bei der mobilen Gruppe:

Ich mache alles gerne hier – Übersiedlungen, Entrümpelungen. Ich habe mir lange gewünscht, die Montage von Möbeln zu lernen. Das mache ich mit Jörg zusammen. Blöd bei der Montage ist, dass ich von Kind an schlecht sehe, darum lasse ich mir beim Bohren helfen. Zusammenschrauben kann ich aber selber gut. Ich mache auch gerne den Kalendertransport für die Werkstätten im Sommer.

Zwischendurch mache ich auch mal Aushilfe beim Küchendienst. Ich helfe gerne, wenn jemand was zwischendurch braucht, auch in meiner Freizeit. Beim Entrümpeln haue ich gerne die alten Kasteln zusammen."