Die Geschichte des Heinrich Gross | 1 2 3 4 5 6 7 |
55 Jahre nach der Ermordung geistig behinderter Kinder an der Kinder-Nervenklinik "Am Spiegelgrund" sollte mit der Anklage gegen den pensionierten Psychiater Heinrich Gross ein spätes Stück Vergangenheitsbewältigung passieren. Zu spät, denn die Ereignisse rund um den Prozess wurden zur Farce.
Das Martyrium der Kinder-Fachabteilung "Am Spiegelgrund" überlebt, die Nachkriegszeit mehr schlecht als recht bewältigt - das war das Leben von Friedrich Z.
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55 Jahre nach der Ermordung geistig behinderter Kinder an der Kinder-Nervenklinik "Am Spiegelgrund" gelingt vielleicht doch noch ein spätes Stück Vergangenheitsbewältigung. Vielleicht.
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Spät, aber doch wird ab 21. März 2000 im Wr. Landesgericht für Strafsachen ein für die Medizin und die Justiz gleichermaßen unrühmliches Kapitel aus der Geschichte aufgearbeitet: Der umstrittene Psychiater Heinrich Gross, der bis Ende der 90er Jahre am selben Gericht als Sachverständiger fungiert hat, muss sich nun eben dort wegen neunfachen Mordes verantworten.
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So einfach ist das. Der vorsitzende Richter fragt den des neunfachen Mordes an Kindern beschuldigten Nazi-Psychiater Heinrich Gross, ob er die Ausführungen seines Kollegen verstanden habe, der ihn begutachtet hat. Darauf Gross "Ich höre, aber ich verstehe es nicht." Kurz darauf ist der Prozess zu Ende: Auf unbestimmte Zeit vertagt.
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Noch sieht es so aus, als würden die Opfer der Nazi-Euthanasie der Kinderklinik am Spiegelgrund und ihre Angehörigen zumindest teilweise späte Gerechtigkeit erfahren: Am 21. März sollte der Prozess gegen den Nazi-Psychiater Heinrich Gross wegen neunfachen Mordes beginnen.
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Einen Tag, nachdem der frühere NS-Arzt Heinrich Gross für nicht verhandlungsfähig erklärt und sein Prozess auf unbestimmte Zeit vertagt wurde, sorgt ein TV-Interview mit dem 84-jährigen pensionierten Psychiater für Aufregung.
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