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Nachrichten

Was es gerade Neues und Interessantes für Menschen mit Behinderungen gibt, steht hier. Weil es wichtig ist, informiert zu sein!

 
Foto-Nahaufnahme eines Ohres

Ein Literaturpreis mit Namen "Ohrenschmaus"

Dr. Franz-Joseph Huainigg ist Behindertensprecher der ÖVP hatte die Idee zum Literaturpreis bei seinem 40. Geburtstag. Bei seinem Geburtstagsfest waren alle begeistert von den Gedichten von Michaela König. Michaela ist eine junge Frau mit Down-Syndrom. So kam die Idee für einen Literaturpreis für Texte und Gedichte von Menschen mit Lernbehinderung.

Es wurden Organisationen gefunden, die den Literaturpreis unterstützen. Dazu gehört zum Beispiel die Caritas, die Diakonie oder auch die Lebenshilfe Österreich. Außerdem macht Felix Mitterer die Schirmherrschaft. Felix Mitterer ist ein berühmter Schriftsteller in Österreich. Er schreibt selbst oft über Menschen, die anders sind als andere.

Für den Literaturpreis können alle Menschen mit Lernbehinderung ab 16 Jahren Texte einschicken.

Hier kann man bis zum 30. September 2007 Texte hinschicken:

Kennwort "Ohrenschmaus"
Postfach 38
1016 Wien

Im Internet kann man auch noch mehr zum "Ohrenschmaus"-Literaturpreis nachlesen. Hier: www.ohrenschmaus.net.

Hier gibt es eine Information in einfacher Sprache: Bitte KLICKEN!

17. April 2007 / lhw SH

 

Rosa Prinz (zweite von links) mit ihrem Preis und Mitgliedern der Selbstvertretergruppe
Rosa Prinz (zweite von links) mit ihrem Preis und Mitgliedern der Selbstvertretergruppe
 

Messe "Jeder für Jeden" im Rathaus

Am 25. März 2007 hat die Messe für Menschen mit besonderen Bedürfnissen „Jeder für Jeden“ im Rathaus stattgefunden, heuer zum sechsten Mal.

Um 10:00 Uhr war die Begrüßung durch Frau Erika Stubenvoll. Sie ist Landtagspräsidentin. Sogar der neue Sozialminister Buchinger ist gekommen. Er hat die Messe eröffnet. Die Selbsthilfegruppen haben eine Podiumsdiskussion veranstaltet. Viele Künstler sind aufgetreten und haben zur Unterhaltung beigetragen, zum Beispiel die Jazz-Gitti. Es haben sich viele Menschen interessiert für unsere Bedürfnisse.

Um 16:00 Uhr war die Verleihung vom „Preis der Menschlichkeit“ durch Stadträtin Mag. Sonja Wehsely. Unsere Frau Rosa Prinz war unter den Preisträgern. Frau Prinz hat sich sehr über den Preis gefreut.

Sie bedankte sich und hielt eine Rede. Sie hat folgende Worte gesagt:

„Ich komme von der Lebenshilfe. Wir betreuen Menschen mit geistiger Behinderung. Darum versuche ich, in einfacher Sprache zu sprechen.

Ich bin im 2. Weltkrieg geboren. Nach dem Krieg bin ich aufgewachsen. Damals war es sehr wichtig, gute Noten in der Schule zu haben und höflich zu sein. Über behinderte Menschen wurde nie gesprochen. Als ich 24 Jahre alt war, habe ich unsere behinderte Tochter Vera bekommen. Bis dahin hatte ich noch nie gehört, dass es geistige Behinderung gibt.
Mit der Geburt von Vera habe ich angefangen, Dinge zu sehen, von denen ich früher nichts gewusst hatte. Ich habe gesehen, dass behinderte Menschen gerne leben.
Ich habe gesehen, dass sie sehr mutig sein können. Wenn etwas schief läuft, dann geben sie nicht auf. Sie fangen wieder von vorne an.
Im Laufe der Jahre bin ich noch vielen anderen Menschen mit Behinderung begegnet. Und immer wieder habe ich gesehen, wie viel wir voneinander lernen können. Ich habe gelernt, dass es noch etwas Anderes gibt als gute Noten. Dinge, die genauso wichtig sind, zum Beispiel Menschlichkeit.

Darum stehe ich heute hier und übernehme diesen Preis. Ich übernehme ihn sehr gerne und danke dem Land Wien herzlich dafür. Danke vielmals.“

Hoffentlich findet die Messe für Menschen mit besonderen Bedürfnissen im kommenden Jahr wieder statt.

10. April 2007 / Wolfgang Tempfer, Selbstvertreter

 

Gebäude der UNO in New York
In diesem Gebäude ist der Sitz der UNO in New York
 

Eine Übereinkunft soll behinderte Menschen schützen

In der UNO haben sich fast 200 Länder der ganzen Welt zusammengschlossen.
Der Sitz der UNO ist in New York in Amerika. Die UNO versucht, Regeln aufzustellen, die dann für alle Länder der UNO gelten können. Das nennt man dann Übereinkunft oder Konvention.

Die UNO hat 2006 eine Konvention erarbeitet, bei der es um den Schutz von behinderten Menschen geht. Weil in vielen Ländern auf der Welt behinderte Menschen schlecht behandelt oder ausgenutzt werden.
Die neue UNO Konvention soll den behinderten Menschen das Leben einfacher machen. Die Länder, die die Konvention unterschreiben, müssen dann darauf schauen, dass es behinderten Menschen in ihrem Land gut geht. Dass es zum Beispiel behindertengerechte Zugänge zu Ämtern oder öffentlichen Verkehrsmitteln gibt.

Am 30. März 2007 haben nun die ersten 80 Länder die Konvention unterschrieben. Sozialminister Erwin Buchinger hat für Österreich unterschrieben. Das bedeutet, dass es der Regierung in Österreich wichtig ist, dass die Rechte behinderter Menschen geschützt werden.

Wir hoffen alle, dass nun nicht nur über die Probleme behinderter Menschen geredet wird. Es sollen in Österreich und vielen anderen Ländern jetzt Verbesserungen stattfinden.

5. April 2007 / lhw SH