Geschwister behinderter Kinder erleben, dass sich im Familienalltag notgedrungender Weise sehr viel um das behinderte Kind dreht. Damit sie sich nicht vernachlässigt fühlen, ist es notwendig, "Nischen" zu schaffen - Nischen, in denen sich die Aufmerksamkeit dem Geschwisterkind widmet.
Eltern können auch dafür sorgen, dass die Geschwisterkinder andere Kinder kennen lernen können, die in einer ähnlichen Situation sind. Ein Zusammentreffen mit anderen Geschwistern behinderter Kinder kann eine große Hilfe sein. Die Kinder erfahren, dass sie mit ihrer Situation nicht alleine sind, sie können sich austauschen, sie erfahren Verständnis und Solidarität. Und: Sie können in diesem geschützten Rahmen auch mal alles loswerden, was sie sich zu Hause nicht zu äußern getrauen. All das stärkt und erleichtert Geschwisterkinder sehr. Eltern sollten ihre nicht behinderten Kinder auch ermutigen, ihre Hobbies zu pflegen, Freunde einzuladen oder Einladungen von Freunden anzunehmen. Freundschaften und Vertrauenspersonen sind wichtig für die Kinder und Eltern können sich dadurch auch entlastet fühlen, wenn das Kind noch „jemanden zusätzlich“ hat. |