Der "Europäische Tag der Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen" am 5.Mai wurde von der Lebenshilfe Wien für einen Protestmarsch zum Rathaus genutzt.
Klient/innen aus Einrichtungen der Lebenshilfe Wien, Vorstandsmitglieder mit ihren behinderten Angehörigen sowie Betreuer/innen und Mitarbeiter/innen trafen sich heute zum europaweiten Aktionstag der "Gleichstellung von Menschen mit Behinderung" in der Werkstatt Schottengasse.
Trotz des kühlen Wetters marschierten wir mit viel Energie und Freude los, trillerten mit unseren Pfeifen, hielten die Transparente hoch und bahnten uns unseren Weg durch Passanten, Fahrgäste und Student/innen. Allen gaben wir Flugzetteln mit unseren Botschaften zur Inklusion, Mitbestimmung, Barrierefreiheit und aktuellen politischen Forderungen. Ab dem Schottentor hatten wir Begleitschutz durch gleich 5 Polizisten und ein Polizei-Auto! Vor dem Rathaus trafen wir uns mit Politiker/innen aller Parteien, denen wir unsere Botschaft erklärten und unsere politischen Forderungen in einer Mappe übergaben. Zum Schluß stellten sich alle für ein Gruppenfoto auf. Die Politiker/innen versprachen, die Wünsche und Forderungen der Menschen mit intellektuellen Beeinträchtigungen ernst zu nehmen und boten weitere Zusammenarbeit an. Tenor aller Beteiligten: wir wollen wieder eine solche Aktion machen, das nächste Mal aber sollen noch mehr Leute daran teilnehmen!
Unsere Botschaften an die Politik und die Wiener Bevölkerung:
- VIELFALT ALS CHANCE!
- MITEINANDER STATT NEBENEINANDER!
- WIR BESTIMMEN FÜR UNS SELBST!
- WEG MIT DEN HINDERNISSEN!
- UNTERSTÜTZUNG, WO WIR ES BRAUCHEN!
- INKLUSION BRINGT ALLEN WAS!
Unsere konkreten Forderungen an die Wiener Politik:
- Assistenzleistungen im Wiener Chancengleichheitsgesetz
- Unterlassungsanspruch im Anti-Diskriminierungsgesetz
- Wiener Aktionsplan, "Focal Point" und unabhängige Monitoringstelle zur Umsetzung der UN-Konvention auf Wiener Ebene
5.Mai 2010 / lhw-bs
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